Boule Freunde
TG Bobstadt

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Saisonfinale mit Höhen und Tiefen:
Boule Freunde Bobstadt beenden die Liga-Saison

Viola Morew   29.08.2026   Schierstein



Tja, was soll man sagen. Boule. Klingt nach französischem Lebensgefühl, nach leichtem Wind im Lavendel, nach Pastis, nach mürrischen älteren Herren, die mit tiefgelegter Stirn auf eine Kiesfläche starren, als ginge es um den Weltfrieden.

In Bobstadt sah das am letzten Spieltag der 4. Liga Süd allerdings ein bisschen anders aus. Da flogen die Kugeln nicht durch die Provence, sondern da trafen sich die Boulefreunde Bobstadt, um dem runden Metall bei der artgerechten Haltung zuzusehen. ​Und was soll ich sagen: Es gab Höhen. Es gab Tiefen. Es gab Kaffee, und vermutlich das dringende Bedürfnis, die Knie nach stundenlangem Bücken in Richtung Schotter erst mal per WDS40 wieder gängig zu machen.

​Der Auftakt: Ein Krimi, für den Alfred Hitchcock extra den Regiestuhl geräumt hätte. ​Es fing gut an. Sehr gut sogar. Gegen die wackeren Mitstreiter aus Wörrsdorf legten unsere Bobstädter los wie die Feuerwehr auf Kaffeefahrt.
​Die Tripletts: Taktisch so klug gespielt, dass selbst Schachgroßmeister kurz die Brille geputzt hätten. Beide gingen an Bobstadt. Zack. 2:0. Da stand man plötzlich da und fühlte sich ein bisschen wie der Kaiser von China.
​Die Doubletts: Nach der Pause war die Batterie dann wohl im Energiesparmodus. Wörrsdorf drückte, und unsere Jungs und Mädels mussten kämpfen wie, nun ja, Boulespieler, die unbedingt wissen wollen, ob es nach dem Spiel noch Bockwurst gibt.
​Das Ergebnis: Es reichte zwar nur noch für ein einziges gewonnenes Doublett, aber das war völlig egal – Rechenschieber ausgepackt, 3:2-Gesamtsieg, erster Haken hinter den Tag.

​Bensheim: Die Kugel ist rund, aber die anderen waren runder. ​In der zweiten Runde wartete dann Bensheim. Und Bensheim war an dem Tag ungefähr so leicht zu knacken wie ein Tresor aus der Augsburger Puppenkiste. ​Gegen die Jungs und Mädels aus Bensheim gab es schlichtweg auf die Mütze. Oder, um es sportlich auszudrücken: Sie waren eine Nummer zu groß.
​Der Ehrenpunkt: Man hat sich tapfer gewehrt. Man hat die Kugel geworfen, man hat geflucht, man hat gelitten.
​Das Ergebnis: 1:4. Eine Niederlage, mit der man leben kann, vor allem, wenn der Gegner schlicht und ergreifend besser spielt und man selbst das dumpfe Gefühl hat, die Kugel wie ein rohes Ei zu werfen.

​Fazit und Kaffeepause
​Am Ende des Tages überwiegt der Stolz. Und die Vorfreude auf eine Couch, die nicht mit Schottersteinen gepflastert ist. Mit einem Sieg im Rücken verabschieden sich die Boulefreunde Bobstadt in die verdiente Liga-Saisonpause, um im nächsten Jahr wieder voll anzugreifen.

​Ein großer Dank geht an dieser Stelle an das gesamte Personal auf dem Platz: an Brian Westphal, Marc Bauer, Elisabeth Dornbusch, Gregor Winkler, Klaus Herzog und Viola Morew.

Ihr habt die Kugeln geschmissen, die Ehre gerettet und den Tag überlebt.
​Jetzt ist Pause. Füsse hoch, die Kugel ruht.